Diese 352 «Einzelfälle» zeigen, wie extrem die SVP wirklich ist
Das Register von SVP-«Einzelfällen» zu Grenzüberschreitungen; Angriffen auf Grundrechte und Rechtsstaat; Rassismus; Hetze; Antisemitismus; Frauen- und Queerfeindlichkeit; rechtsextremen Mitgliedern; problematischen Verbündeten; Gewalt; Sympathien für autoritäre Regimes und demokratiefeindlichen Erzählungsmustern.
Manchmal müssen wir ganz nah ran, um das grosse Ganze zu sehen. Das haben wir bei der wähler:innenstärksten Partei der Schweiz, der Schweizerischen Volkspartei (SVP) getan.
Die SVP ist international für rechtspopulistische und rechtsextreme Parteien und Strukturen ein Vorbild. Seit Jahrzehnten fällt sie durch ihre Nähe zum Rechtsextremismus auf. Kontinuierlich verschiebt sie die Grenzen des Sag- und Machbaren nach rechts.
Und trotzdem verfallen tonangebende Teile von Medien und Gesellschaft in Schnappatmung, wenn die SVP als rechtsextrem bezeichnet wird. Stattdessen wird die SVP als «bürgerliche Partei» normalisiert. Wäre ja auch sehr unangenehm und unschweizerisch, wenn man sich als Gesellschaft eingestehen müsste, dass eine in Teilen rechtsextreme Partei zwei von sieben Mitgliedern der Landesregierung stellt.
Diese Recherche misst die SVP an ihren Taten. Sie zeigt, wer sich was erlauben kann in dieser Partei – und trotzdem oder deswegen aufsteigt. Sie zeigt Muster und Entwicklungen, die sich nicht leugnen lassen. Sie zeigt das wahre Gesicht der SVP.
Wir möchten diese Übersicht weiter ausbauen und auch künftige SVP-«Einzelfälle» dokumentieren. Als unabhängiges, spendenbasiertes Medium sind wir dafür auf deine Unterstützung angewiesen. Auch über Zuspruch durch ein Trinkgeld freuen wir uns!
Die «Einzelfälle»:
ist Gründerin von FLIMMER.MEDIA. Die diplomierte Journalistin (MAZ – Institut für Journalismus und Kommunikation, Luzern) beschäftigt sich seit Jahren mit extremistischen Tendenzen und Milieus. Sie wurde 2022 als eine der besten 30 Schweizer Journalist:innen unter 30 ausgezeichnet. Im selben Jahr stand sie auf der Shortlist für die Auszeichnung «Newcomerin des Jahres». 2023 erreichte sie die Shortlist-Nomination als «Gesellschaftsjournalistin des Jahres». Vor FLIMMER.MEDIA arbeitete sie bei verschiedenen Publikationen in Basel.